Quattro Stagioni - Die Multiinstrumentalisten

Kontakt: Cornelius Buser-Shrestha | Atelier 24 | Rössligasse 24 | CH-4460 Gelterkinden | Tel/Fax 061 981 53 51 | cornelius.buser@bluewin.ch



Basler Zeitung vom 5. November 2007
Bach, Bonmots und Balladen
Kritik zur Première von «da capo» im Tabourettli Basel
PDF-Dokument


Basellandschaftliche Zeitung vom 15. November 2003
Zeit für Abwechslung
Als multifunktional erwiesen sich die Musiker der Quattro Stagioni in ihrem neuen Programm.
Mangelnden Erfindungsreichtum kann man den Quattro Stagioni kaum vorwerfen, da genügte schon ein Blick auf die Bühne allein, um sich vom Gegenteil zu überzeugen: nebst Flügel und Cembalo stand da ein Paravent, angereichert sozusagen mit allen nur erdenklichen Instrumenten, von denen diverse Querflöten, Klarinette und Saxophon noch die gewöhnlichsten waren.
Im Verlauf des Abends jedenfalls wurde das Publikum mit nicht wenigen Raritäten und Kuriositäten konfrontiert, deren Herkunft oder blosser Name ein Rätsel war.
Angesichts dieser Vielfalt mag es erstaunen: Die Quattro Stagioni sind wirklich nur ein Quintett. die Musiker (Christina Volk, Cornelius Buser, Jürg Mosimann, Paul Ragaz und Walter Thöni) zappten zwischen den Instrumenten wie Andere zwischen den Fernsehkanälen, sie tauschen Kontrabass mit Perkussion, Ukulele mit Panflöte und Piccolo mit Akkordeon, oft in derselben Nummer, immer als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.
"Zeit Jahren" heisst das neue Projekt, welches im Tabourettli seine Premiere erfuhr - "Zeit Jahren", weil es die Quattro Stagioni seit Jahren gibt (seit 1978), weil Zeit ein zentraler Aspekt der Musik ist, und weil sich das Quintett in ihrem neuen Programm Zeit für Experimente und einen kurzen musikgeschichtlichen Diskurs nehmen. Bach, Prokofjew und Caccini sind im Program vertreten, müssen aber herhalten für allerlei experimentelle Eigenkompositionen, die zusammengemixt werden zu einem Stilpotpourri sondergleichen, angereichert mit viel Augenzwinkern und einigem Klamauk.
So singt Christina Volk lustvoll und täuschend echt ein russisches Volkslied, fabriziert Cornelius Buser eine waschechte Pirelliklarinette und spielen alle zusammen in klassischen Perücken barocke Musik (inklusive Perkussion).
Dazwischen gibt's ein Time out für das Publikum, sozusagen stellvertretend für die nicht existierende Pause, eine Art "Wie atme ich richtig"-Workshop - als wäre die Darbietung nicht Entspannung genug.
Das unter der Regie von Bruno Brandenberger entstandene Programm überrascht immer wieder von Neuem. Auch wenn einzelne Nummern etwas zu lang geraten sind, gewisse fantasievolle Ideen einmal zu oft wiederholt werden, geht die Spannung kaum verloren. Die Zeit, die jeder Einzelne im Zuschauerraum verbracht hat, ist jedenfalls bestimmt nicht verloren.


Oberbaselbieter Zeitung vom 25. September 2003
Wildenstein. ... So verspielt, humorvoll und gewagt wie ihre Wortschöpfungen ist auch ihre Musik ... Die Tonkünstler bilden zusammen eine verschworene Gruppe, die es meisterhaft versteht, den Zuhörer mit humorvollen Variationen bekannter Melodien oder mit Eigenkompositionen unmittelbar zu fesseln. Dabei war das Phänomen «Zeit» zentraler Aspekt von Rhythmus, Ton und Klang, der sich als roter Faden durch den Abend zog ... Christina Volk ergänzte die musikalischen Darbietungen mit humorvollen Texten und setzte mit ihrer herausragenden Stimme als Sängerin zusätzliche Farbtupfer in den Abend.